Stand: Oktober 2010


Siedlungs- und Gewerbeabfälle

Siedlungsabfälle

Als Siedlungsabfall bezeichnet man Abfälle aus privaten Haushalten und vergleichbaren Einrichtungen sowie hausmüllähnliche Abfälle aus Gewerbe und Industrie. Darunter versteht man Abfälle aus Praxen, Verwaltungsgebäuden, Schulen und Kindergärten. Ferner gehören zu den Siedlungsabfällen auch Sperrmüll, Marktabfälle, Straßenkehricht, Bioabfälle sowie getrennt erfasste Wertstoffe wie Glas und Papier. Auch Fäkalien und Klärschlämme gehören dazu. Das Aufkommen an Siedlungsabfällen liegt bei ca. 48,4 Mio. Tonnen (2008).

Die Entsorgung des Hausmülls liegt ausschließlich in der Zuständigkeit der der nach Landesrecht verpflichteten juristischen Personen (öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger). Dies sind i.d.R. die Kommunen. Man spricht daher von einer "Überlassungspflicht" der Haushalte (Abfallerzeuger) an die öffentlichen Entsorgungsträger. Diese können sich zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen Dritter oder privater Entsorgungsträger bedienen. Die Abfälle werden bei den privaten Haushalten abgeholt. Der Abfallkalender Ihrer Gemeinde informiert Sie, zu welchen Zeiten das geschieht.

Die Kommune bzw. die von ihr Beauftragten sorgen für die umweltfreundliche Entsorgung der Abfälle. D.h. Abfälle, die verwertbar sind, sollen möglichst stofflich (z.B. Kompost aus Bioabfällen der Biotonne, Glas oder Papier) oder thermisch verwertet werden. Insgesamt wurden im Jahr 2008 ca. 77 % der Siedlungsabfälle verwertet. Die nicht verwertbaren Restabfälle werden einer mechanisch-biologischen Behandlung oder der Müllverbrennung zugeführt. Erst die aus dieser Behandlung übrig bleibenden sowie bereits inert vorliegende Abfälle werden auf Deponien abgelagert. Seit dem 1. Juni 2005 dürfen keine unvorbehandelten Siedlungsabfälle auf Deponien mehr abgelagert werden. Weitere Informationen zur Entsorgung von Siedlungs- und Gewerbeabfällen.

Dokumente zum Thema:


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Okt. 2010 Umsetzung der Abfallablagerungsverordnung 
Apr. 2009 AbfAblV - Abfallablagerungsverordnung
(Verordnung über die umweltverträgliche Ablagerung von Siedlungsabfällen)
 
Juli 2007 Energiepotenziale aus Abfall schöpfen - Immissionsschutz nicht vergessen
Ökologischer Vergleich von Müllverbrennung und Mitverbrennung verschiedener Abfallströme
 
Sep. 2006 Nachhaltige Entsorgung von Siedlungsabfällen 
01.09.2006 Siedlungsabfallentsorgung in Deutschland - Bericht 2006 
Sep. 2006 Entsorgung von Siedlungs- und Gewerbeabfällen 
Jul. 2006 Schaubilder zur nachhaltigen Entsorgung von Siedlungsabfällen 
2006 Bergversatz 
Jul. 2005 Strategie für die Zukunft der Siedlungsabfallentsorgung
Ergebnisse eines Forschungsvorhabens: Vollständige Siedlungsabfallverwertung möglich
 
Jun. 2005 Deponie 
01.06.2005 Siedlungsabfallentsorgung in Deutschland - Bericht 2005 
15.03.2005 Prognos-Abschlussbericht:
Analyse und Darstellung der durch die TA Siedlungsabfall und die Ablagerungsverordnung ausgelösten Investitionen sowie Arbeitsplatzeffekte
 
Aug. 2004 LAGA-Bericht an 63. UMK zur Abfallablagerungsverordnung 
03.06.2004 Beschluss des Bundesverwaltungsgerichtes vom 3. Juni 2004 (BVerwG 7 B 14.04) im Wortlaut zum Thema Deponierung 
Mai 2004 Rechtliche, ökonomische und organisatorische Ansätze zur Schließung von Siedlungsabfalldeponieraum - Ergebnisse eines abgeschlossenen Forschungsvorhabens 
Jan. 2003 Gewerbeabfallverordnung 
Jul. 1999 Kreislaufwirtschaft bei Siedlungsabfällen (Bericht des Umweltbundesamtes, Stand: Juli 1999) 
29.05.1993 Technische Anleitung (TA) Siedlungsabfall - TASi 


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Siedlungs- und Produktionsabfälle: