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Stand: September 2011

Washingtoner Artenschutzübereinkommen - BMU fördert die Erhaltung des Afrikanischen Elefanten

Anlässlich des 61. Ständigen Ausschusses des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora; CITES) überreichte die Delegationsleiterin Frau Dr. Elsa Nickel, Unterabteilungsleiterin in der Abteilung Naturschutz des BMU, im Namen der Bundesrepublik Deutschland einen Betrag von 80.000 Euro zugunsten des CITES-Fonds für die Erhaltung des Afrikanischen Elefanten ("African Elephant Fund").

Der Afrikanische Elefant (Loxodonta africana) ist Objekt intensiver Wilderei und Elfenbein wird illegal gehandelt. Deshalb und zum Schutz gefährdeter Elefantenpopulationen wurde von den Staaten, in denen der Afrikanische Elefant vorkommt, ein Aktionsplan zum Schutz des Afrikanischen Elefanten (African Elephant Action Plan - AEAP) erstellt. Wichtige Ziele des Aktionsplans sind es, die Wilderei von Afrikanischen Elefanten und den illegalen Handel mit Elefantenprodukten einzudämmen. Weiterhin soll durch den Aktionsplan die Erhaltung und Vernetzung der Lebensräume, Abbau von Konflikten zwischen Mensch und Elefant sowie die Verbesserung des Wissensstands gefördert werden. Die Umsetzung von Maßnahmen und Projekten zur Umsetzung des AEAP soll durch den "African Elephant Fund" gewährleistet werden, dessen Finanzierung durch Vertragsstaaten, die Elfenbeinindustrie, zwischenstaatliche und private Organisationen und andere potenzielle Spender erfolgen soll.

Der Afrikanische Elefant ist das größte Landsäugetier der Erde und eines der Aushängeschilder des Artenschutzes. Die Tiere sind bei vielen Menschen beliebt, unter anderem wegen ihrer Intelligenz und ihres ausgeprägten sozialen Verhaltens. Aufgrund der besonderen Problematik des illegalen Elfenbeinhandels und der damit verbundenen Wilderei steht die Art im besonderen Fokus der Artenschutzbemühungen im Rahmen von CITES. Da die Art in Teilen Afrikas jedoch nach wie vor gefährdet ist, besteht auch für Deutschland ein erhebliches Interesse am Schutz des Afrikanischen Elefanten und an der Leistung eines Beitrags zum "African Elephant Fund".

Der deutsche Förderbetrag ist ein weiterer Anreiz für andere Staaten, dem Fonds ebenso beizutreten, damit die Förderung erster Projekte beginnen kann. Noch während der Konferenz bekräftigten auch die Niederlande und Frankreich ihre Absicht, in den Fonds einzuzahlen.

Zum Schutz der wandernden und gefährdeten Elefanten Westafrikas wurde unter dem Dach der Bonner Konvention zum Schutz wandernder wildlebender Tierarten (CMS) im November 2005 das „West African Elephants Memorandum of Understanding“ ins Leben gerufen, eine Absichtserklärung westafrikanischer Staaten zum Schutz der dortigen Elefantenpopulationen. Die Arealstaaten haben im April 2009 eine Reihe von Projekten zur Sicherung u. a. der Wanderkorridore dieser Dickhäuter beschlossen.


Weitere Informationen:
Die abgebildeten Personen sitzen an einem Tisch und unterschreiben den Vertrag.