Startseite - Gesundheit · Chemikalien - Gesundheit und Umwelt

Stand: 03.01.2012

Gesundheitlicher Verbraucherschutz wird verbessert

Neue Höchstgehalte für Dioxine und PCB in Lebensmitteln


Seit dem 1. Januar 2012 gelten europaweit neue rechtsverbindliche Höchstgehalte und freiwillig anzuwendende Auslösewerte (Frühwarnsystem) für die gesundheitsschädlichen Dioxine und polychlorierten Biphenyle (PCB) in verschiedenen Lebensmitteln.

Insbesondere die Harmonisierung der verschiedenen einzelstaatlichen Höchstgehalte für nicht dioxinähnliche PCB in Lebensmitteln, die eine Verschärfung der bislang in Deutschland geltenden Grenzwerte bedeutet, und die aus Vorsorgegründen erfolgte Ausdehnung der Regelung auf Säuglings- und Kleinkindernahrung sind ein spürbarer Beitrag zur Verbesserung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes bzw. der Lebensmittelsicherheit.

Seit Mitte der 1980er Jahre sorgen zahlreiche regulatorische Maßnahmen für eine kontinuierliche Minderung der Freisetzung von Dioxinen und PCB in die Umwelt. Die Emissionen aus bekannten Quellen konnten von 1990 bis 2004 um mehr als 90 Prozent gesenkt werden. Weitere Anforderungen zur Verringerung von Emissionen, z.B. im Anlagenbereich, werden den Eintrag von Dioxinen in die Umwelt zusätzlich vermindern. Die allgemeine Belastung der Umwelt mit diesen Stoffen, die so genannte Hintergrundbelastung, ist bis Mitte der 90er Jahre auf ein niedriges Niveau gesunken und stagniert dort seit einigen Jahren. Langlebigkeit und Remobilisierung insbesondere von PCB aus Altlasten und noch heute - wenn auch nur in geringem Umfang - existierende Quellen für Dioxine und PCB werden einen Rückgang der Hintergrundbelastung der Umwelt mit diesen gesundheitsschädlichen Stoffen verlangsamen.

Der vom Bundesumweltministerium herausgegebene Leitfaden für Nutztierhalter zur Vermeidung von Dioxin- und PCB-Einträgen bei der Lebensmittelproduktion informiert über die neue Grenzwertregelung, über die Maßnahmen des Bundesumweltministeriums zur Begrenzung bzw. Verringerung des Eintrags von Dioxinen und PCB in die Umwelt und damit in die Nahrungskette. Der Leitfaden für Nutztierhalter gibt zudem Hinweise auf mögliche punktuelle, vom Erzeuger vermeidbare Belastungsquellen.