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Meeresumweltschutz
Stand: 12.05.2010
Röttgen: Wir müssen den Schutz der Meere stärker in den Blick nehmen
Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen hat heute in Berlin vom Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Dr. Hans Bernhard Beus, die neue Briefmarke mit dem Plus "Meeresschutz" entgegengenommen. Mit dem Motiv von zwei Kegelrobben soll die Briefmarke aus der Serie "Für den Umweltschutz" für den Meeresschutz werben. Die Marke hat einen Wert von 55 Cent und wird mit einem Zuschlag von 25 Cent verkauft. Aus den Erlösen werden Projekte von Umwelt- und Naturschutzorganisationen zum Meeresschutz im In- und Ausland gefördert.
Bundesumweltminister Röttgen: "Die Meeresumwelt ist ein kostbares Naturerbe, das für uns und zukünftige Generationen geschützt und bewahrt werden muss. Unser Ziel ist es, biologisch vielfältige und dynamische Meeresökosysteme in einem sicheren, sauberen, gesunden und produktiven Zustand zu erhalten. Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, bis 2020 den guten Zustand der Meeresumwelt unserer Meeresgewässer in Nord- und Ostsee zu bewahren oder, wenn nötig, wiederherzustellen." Die Nordsee zeichnet sich durch das ökologisch besonders wertvolle Wattenmeer, die Ostsee durch ihre sensiblen Boddengewässer aus.
Röttgen wies darauf hin, dass die Weltmeere zu den Lebensräumen der Erde gehören, die intensiv genutzt, aber häufig nur unzureichend geschützt werden. Die Meere rückten oft nur dann ins Bewusstsein, wenn es zu einem Unglück gekommen sei, wie jetzt im Golf von Mexiko, oder man in Urlaubslaune die Badesachen einpacke. Röttgen: "Um unsere Ziele zu erreichen, müssen die Meere natur- und umweltverträglich genutzt, d.h. in dem Maße genutzt werden, wie dies im Einklang mit ihrer natürlichen Produktivität und der Belastbarkeit der Ökosysteme steht."
Der Bundesumweltminister machte deutlich, dass es nicht ausreiche, die Entsorgung von Abfällen auf See zu verbieten, die Fischfangquoten zu reduzieren und Schutzzonen im Meer einzurichten. Moderner Meeresschutz, so auch die deutsche Meeresstrategie, verfolge einen weitergehenden, ökosystemaren Ansatz, der die gesamte Bandbreite der störenden und zerstörenden Einflüsse erfasse, denen die Meere ausgesetzt sind. Dazu zählen z.B. auch Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft und dem Verkehr, die zu einer Überdüngung der Meere führen und damit letztlich zu Sauerstoffmangel und dem vermehrten Auftreten giftiger Algen und Bakterien. Giftige Substanzen und Schwermetalle reichern sich in Fischen und anderen Meerestieren an. Meeresschutzaspekte müssen insbesondere in die Chemikalien-, Landwirtschafts-, Fischerei- und Verkehrspolitik einbezogen werden.
Bundesumweltminister Röttgen und Staatssekretär Beus überreichten Alben mit der neuen Marke mit dem Plus an 20 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien, die sich um den Meeresschutz verdient gemacht haben.
Weitere Informationen zur "Briefmarke mit dem Plus":
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