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Natur · Arten
Naturschutz / Biologische Vielfalt
Stand: Dezember 2009
Botschaft des Bundesumweltministers, Dr. Norbert Röttgen,
zum Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt 2010
Der Verlust der biologischen Vielfalt zählt neben dem Klimawandel zu den dringlichsten globalen Politikfeldern und damit zu den zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Doch obwohl uns das bewusst ist und wir auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene engagiert dagegen ankämpfen, schwindet die Biodiversität – der Reichtum unserer Erde - weltweit noch immer in dramatischem Ausmaß.
Ich knüpfe an die Ausrufung des Internationalen Jahres der biologischen Vielfalt 2010 durch die Vereinten Nationen die Erwartung, dass sie uns dabei helfen wird, das Thema biologische Vielfalt mit seinen vielen Facetten weltweit stärker ins Bewusstsein zu rücken und in wichtige politische und gesellschaftliche Prozesse zu integrieren.
Diese Chance, die sich uns im kommenden Jahr bietet, ist einzigartig. Wir sind verpflichtet, uns mit aller Kraft dafür einsetzen, die biologische Vielfalt im Jahr 2010 noch fester auf der globalen politischen Agenda zu verankern und die Weichen für einen wirksamen internationalen Biodiversitätsschutz neu zu stellen, um die dringend erforderliche Trendwende einzuleiten. Viele wichtige Ereignisse im Jahr 2010 bieten hierfür hervorragende Gelegenheiten:
Neben den Experten der CBD werden sich die Umweltminister bei der Sondersitzung des UNEP-Verwaltungsrats, und später bei der Sondersitzung der UN-Vollversammlung sogar die Staats- und Regierungschefs, mit dem Thema Biodiversität auseinandersetzen. Sie werden über die Schwerpunkte der globalen Biodiversitätspolitik, den gerechten Vorteilsausgleich bei der Nutzung genetischer Ressourcen, die Ökonomie von Ökosystemen und der Biodiversität und das Gremium zur wissenschaftlichen Politikberatung sprechen. Das wäre noch vor ein paar Jahren undenkbar gewesen, das einzig relevante internationale Umweltthema war der Klimawandel.
Ein wichtiges Etappenziel haben wir dann erreicht, wenn Ende 2010 politische Entscheidungsträger weltweit begriffen haben, welche immense Bedeutung der Schutz der biologischen Vielfalt und die Erhaltung ihrer Dienstleitungen für das menschliche Wohlergehen, die globale wirtschaftliche Entwicklung und die Armutsbekämpfung haben, und wenn diese Erkenntnis konsequent in politisches Handeln umgesetzt wird.
Aber der schonende und verantwortungsbewusste Umgang mit der Schöpfung kann nicht allein Aufgabe der Politik oder einer zwischenstaatlichen Konvention sein – sie geht alle an. Wir müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Nur durch ein gemeinsames Engagement von Wissenschaft, Medien, privaten Unternehmen, Bürgerinnen und Bürgern, Nichtregierungsorganisationen und staatlichen Akteuren können wir die notwendigen Schritte gehen, um die Erosion unserer Lebensgrundlagen aufzuhalten.
Der Schutz der biologischen Vielfalt unserer Erde für zukünftige Generationen ist für mich ein Kernanliegen, damit auch unsere Nachkommen die Vielfalt, die Schönheit und den Nutzen der Natur "erleben" können. Nur wenn wir auch über das eigene Leben hinaus denken, können wir die Erde zum Wohle unserer Kinder erhalten. Es geht darum, unsere elementaren Lebensgrundlagen zu bewahren - als Selbstzweck, weil sie Menschheitsgut sind, aber auch, um eine Ökokrise abzuwenden, die in ihren Dimensionen jede Wirtschafts- und Finanzmarktkrise in den Schatten stellen würde.
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Weitere Informationen:
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www.cbd.int/2010
(in englischer Sprache)





