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Natur · Arten
Naturschutz / Biologische Vielfalt
Stand: 20.08.2010
Die Hammeniederung
Hintergrundinformationen
Die Hammeniederung ist eines der bedeutendsten Feuchtgebiete Nordwestdeutschlands und liegt in der durch die Worpsweder Maler bekannt gewordenen Teufelsmoorlandschaft. Im Gebiet sind alle charakteristischen Lebensräume vorhanden: Flussläufe, Altarme, zahlreiche miteinander vernetzte Gräben und Fleete, teilweise ausgedehnte Röhrichtflächen, Seggenriede, Nieder- und Hochmoorbereiche sowie Feucht- und Nassgrünland. Das Gebiet umfasst im abgegrenzten Flussabschnitt nahezu den vollständigen Überschwemmungsbereich der Hamme.
Das Projekt "Hammeniederung" gehört zu 74 Vorhaben, die der Bund als gesamtstaatlich repräsentative Naturschutzgroßprojekte bereits förderte bzw. noch fördert. Bisher konnten 46 Vorhaben erfolgreich abgeschlossen werden. In 28 laufenden Vorhaben werden u.a. Fachplanungen, Flächenerwerb, Maßnahmen des Naturschutzes und die Öffentlichkeitsarbeit sowie das Projektmanagement finanziert. Mit dem Förderprogramm "chance.natur - Bundesförderung Naturschutz" trägt der Bund seit mehr als 30 Jahren zur dauerhaften Erhaltung großflächiger und besonders wertvoller Lebensräume für bedrohte Tiere und Pflanzen bei. Dabei verpflichten sich das jeweils zuständige Bundesland sowie der Projektträger – auch über die begrenzte Bundesförderung hinaus – zu einem nachhaltigen Schutz und einer naturverträglichen Entwicklung des Projektgebietes. Insgesamt wurden seit 1979 über 390 Millionen Euro Bundesmittel für die Sicherung und Entwicklung bundesweit bedeutsamer Landschaftsausschnitte bereitgestellt. Derzeit stehen jährlich 14 Millionen Euro für dieses Förderprogramm zur Verfügung.
Während der Laufzeit des Projektes "Hammeniederung" wurden im Rahmen von drei eigens für das Naturschutzgroßprojekt eingeleiteten Flurneuordnungsverfahren Flächen mit einem Umfang von 1.290 Hektar erworben. Um eine Extensivierung der Grünlandnutzung zu erreichen, wurden 1.100 Hektar unter Naturschutzauflagen an Landwirte verpachtet. Außerdem wurden großflächige Retentionsräume geschaffen, Flächen aus der Nutzung genommen, längere Abschnitte der im Gebiet vorhandenen Fließgewässer renaturiert und sog. halboffene Weidelandschaften eingerichtet (Umfang mehr als 100 Hektar).
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